Wanderung durch den Foret de Bebour zum Trou de Fer

Samstag 16.5.2009:

Nach einem reichhaltigen Frühstück, brechen wir nach Col de Belbour auf und geniessen einen herrlichen Blick über den Forét de Bebour hinter dem sich gleich der einzige Urwald Reunions, Takamaka, anschliesst.

Am "Col de Belbour" auf Reunion
"Col de Belbour" am Morgen
tolle Aussichten beim Picknick
"Col de Belbour" am Abend

Noch ein paar Kilometer der Route Forestiére de Bélouve folgen, dann erreichen unserern Ausgangspunkt knapp 3 km vor der Gite de Belouve. Ein kleines Restaurant mit Übernachtungsmöglichkeiten für Wanderer. Los geht´s - wir wählen für heute die Tour: Trou de Fer (Nr. 45 aus dem Rother Wanderführer - La Reunion) - frei übersetzt "Hölle".

In Wirklichkeit ist es eine Schlucht in der Wasserfälle bis zu 300 m tief in den Fluss Bras de Caverne stürzen und von unten leider nicht zugänglich sind, es sei denn mit einer 2-3-tägigen Canyoning Tour.

Der Ausgangspunkt
erst ganz eben...
dann schon etwas wackliger

Das Sumpfgebiet Grande Mare

Ein kleiner Umweg führt zum Sumpf Grande Mare mit einem kleinen Tümpel und einer Lichtung, von wo aus bei klarer Sicht ein Blick auf den Piton de Neiges möglich ist.

ein 20 minütiger Abstecher
zum Sumpf "Grande Mare"

Auf dem Weg zum Trou de Fer

Es ist eine wunderschöne Wanderung durch einen "Märchenwald" mit viel Moos, Farnen (bis zu 20 m hoch), Palmen, diverse Nadelbäume und undurchdringbares Buschwerk. Besonders auffällig und mystisch sind aber die gefallene Tamarindenstämme, die den Farnen, Flechten und Moosen als Wirt dienen.

Hier wachsen aber auch wild die Blumen, die es bei uns in Deutschland in den Blumenläden zu kaufen gibt: Fuchsien, Callas, Begonien usw.

Die Wanderung ist teilweise "easy going" über zum Teil neu angelegte Holzstege. Es gibt aber auch Passagen über nasse Wurzeln, glatte Steine, vermoderte Holzdielen die extrem glatt sind und jede Menge Matsch, vor allem wenn es wie in unserem Fall stark regnet - also gutes Schuhwerk und Regenkleidung mitnehmen.

Trou de Fer

Hier noch ein Extra-Tip: früh aufstehen, denn um die Mittagszeit fängt es meist an zu regnen und in den Trou de Fer hatten wir auch nur kurz einen Blick werfen können, bis er sich wieder in Wolken hüllte.

schnell noch einen Blick
voll nehmen, bevor es
zu spät ist

Vom Trou de Fer zur Gite de Bélouve

In diesem Streckenabschnitt zeigt sich was in unseren Schuhen steckt. Extrem aufgeweichter und schlammiger Boden macht uns das Laufen schwer, aber es lockt eine Stärkung in der Gite. 





es lohnt sich zu schauen wohin man tritt
unterschiedlichste Wälder präsentieren sich

An der Gite de Belouve

An der Gite de Bélouve
manchmal kann man etwas sehen :-(
schöne Blumen gibt es überall

Auch ein Zwischenstop in der Gite de Belouve ist empfehlenswert - hier gibt es einen leckeren Kuchen oder ein kräftiges Mittagessen für Zwischendurch! Vor allem soll man von hier aus auch einen tollen Blick in den Cirque de Salazie bzw. Hell-Bourg haben - sofern die Wolken den Blick nicht mal wieder verschließen.

Schluß für heute

Die Beeren haben magische Anziehungskraft

Nach dieser Tour haben wir uns unser Picknick am Col de Belbour mit Blick auf unsere heutige Wanderung mehr als verdient.

Unseren Nachtisch - rote Beeren - organisieren wir wie alle anderen auch noch schnell am Wegesrand. Wie in einer Art Wettbewerb stehen alle paar Meter Leute, die sich an den Plantagen ihren Bedarf decken. Wir wissen zwar nicht was es ist oder wie sie heißen aber sie schmecken wie eine Art: Stachelbeer mit Litschi und Sauerkirschen und sehen aus wie Hagebutten.

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