Reiseführer Martinique (Fort-de-France) Insel über dem Wind - kleine Antillen
Lage:
Martinique zählt zu den Leeward Islands - Inseln über dem Wind. Die Insel liegt mit ihren rund 35 km Breite x 79 km Länge etwa 37 km nördlich von St.Lucia und 25 km südlich von Dominica.
Martinique ist eine bergige Insel, die stark durch den 1.397 Meter hohen und aktiven Vulkan Montagne Pelée geprägt wird.
Das zeichnet Martinique aus:
Martinique zeichnet sich durch eine herrliche Flora aus. In der Sprache der Ureinwohner wurde die Insel Madinina, die Blumeninsel genannt. Diese Bezeichnung wird auch heute noch häufig von Einheimischen verwendet.
Die Gebirge mit dem vulkanischen Montagne Pelée (1.397m) im Norden, prägen die Insel.
Martinique ist ein integrierter Teil des französischen Staates und somit auch Teil der Europäischen Union. Mit Guadeloupe bildet Martinique die Französischen Antillen.
Die Geschichte von Martinique:
Erste Besiedlungen sind bis 4.000 v. Chr. nachweisbar. Um 100 v. Chr. besiedelten die Arawak Indianer Venezuelas die Insel Martinique. Die Kariben folgten Im 10. Jahrhundert.
Als erster Europäer entdeckte Christoph Kolumbus Martinique am 15. Juni 1502 auf seiner vierten Reise und ging im heutigen Carbet an Land. 1635 wurde die Insel durch die französische Compagnie des Isles d'Amerique kolonialisiert und blieb, bis auf drei kurze Perioden fremder Besatzung, in französischem Besitz. Im Jahre 1648 ging die „Companie des Isles d'Amerique“ in Konkurs. Daraufhin wurde die Insel an Jaques Dyel du Parquet abgetreten. Er gründete Fort-de-France und ließ zum ersten Mal Zuckerrohr anpflanzen, was zu einem ersten wirtschaftlichen Aufschwung führte. Um 1660 war fast die gesamte eingeborene Bevölkerung ausgerottet.
1664 wurde Martinique Besitz der französischen Krone, nachden die französische Ostindienkompanie durch Jean-Baptiste Colbert gegründet wurde.
Immer wieder gab es Gefechte zwischen England, Frankreich und den Niederlanden.
1685 wurde mit dem sogenannten Code Noir die Sklaverei in den französischen Kolonien bestätigt. Der Dominikaner Père Labat kam 1694 nach Martinique. Er führte die Windmühlen ein und verbesserte die Rumdestillation.
Von 1762 bis 1763 besetzten die Engländer Martinique. Am 23. Juni 1763 wurde Joséphine, die spätere Gattin Napoleons, in Trois-Îlets bei Fort-de-France auf Martinique geboren. Die Zuckerrohrplantage, die ihre Eltern betrieben, ist heute noch als Museum zu besichtigen ist. In Fort-de-France steht eine kleine Statue von Joséphine, allerdings seit 1991 kopflos, da sie nach der erneuten Einführung der Sklaverei auf Martinique unbeliebt wurde.
1783 gab es auf Martinique rund 60.000 Sklaven. Von 1787 bis 1802 herrschte Bürgerkrieg wegen Konflikten zwischen Plantagenbesitzern und Händlern, dazu kam einen Sklavenaufstand. 1794 stimmte die französische Konvention für die Abschaffung der Sklaverei. Jedoch hielt dieser Beschluss nicht lange, denn Napoleon führte 1802 die Sklaverei wieder ein.
Am 22. Mai 1848 wurde die Sklaverei endgültig abgeschafft. Aus Mangel an Arbeitskräften auf den Plantagen, wurden ab dieser Zeit Inder und Chinesen beschäftigt.
Am 8. Mai 1902 brach der Vulkan Mt. Pelée aus. Ein pyroklastischer Strom hatte mehr als 30.000 Tote zur Folge. In Saint-Pierre überlebte lediglich ein Mensch. Die Stadt war damals von größter, wirtschaftlicher Bedeutung.
1964 wurde Martinique zu einem der französischen Übersee-Départements, die politisch Teil des Mutterlandes sind. Martinique erhielt vier Abgeordnete und zwei Senatoren. Im Jahr darauf (1974) wurde Martinique eine Région, ein Parallelstatus zum DOM (Départements d'Outre-Mer). 1983 wurde durch die Dezentralisation der Regionalrat eingeführt.
1999 wird die Banane aus Martinique zum Anlass eines Handelskriegs zwischen Europa und den USA. 2003 wurde der Doppelstatus als Region und Department (DOM) bestätigt.
Verkehr und Anreise
Von Europa aus fliegt lediglich Air France von deutschen Großflughäfen aus täglich über Paris nach Fort-de-France.
Öffentliche Kleinbusse und Sammeltaxis sind preiswert und zuverlässig. Um die Insel zu erkunden, ist ein Mietwagen die beste Möglichkeit. Dieser kann schon von zu Hause aus gebucht werden.
Einreisebestimmungen für Martinique, empfohlene Impfungen und sonstiges:
Es gelten die für Frankreich gültigen Einreisebestimmungen. Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass muss vorliegen.
Für die Einreise nach Martinique sind keine Impfungen vorgeschrieben. Trotzdem sollte man sich wegen möglicher Denguefieber-Infektion mit langärmeliger, weißer Kleidung und beim schlafen mit Moskitonetzen vor Mücken schützen. Grundsätzlich gilt: Standardschutz gegen Tetanus, Polio und Diphtherie.
Hinweis: Auch bei diesigem Wetter auf ausreichend Sonnenschutz achten.
Wetter und Klimadaten von Martinique:
Auf Martinique herrscht tropisches Klima mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen von 21°C bis 27°C im Januar und Februar und 24°C bis 30°C von August bis September.
Während der Regenzeit zwischen Juni und Oktober fallen an ca. 20-24 Tagen Regen, im September an bis zu 26 Tagen. Meist kurz und heftig. Im trockensten Monat April an durchschnittlich 13 Tagen.
Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit auf Martinique reicht von 80 % im März und April und bis 87 % im Oktober und November. Das bergige Inselinnere im Osten ist kühler und feuchter als die Küste. Durch die höheren Niederschläge kann hier im Regenwald eine üppige Vegetation gedeihen.
Von Juli bis Oktober können die Wassertemperaturen 28°C überschreiten, unter 25°C fallen sie noch nicht einmal im Februar.
Von Juni bis November herrscht die Hurrikan Saison.
Beste Reisezeit:
Auf Martinique ist es das ganze Jahr über warm. Die beste Zeit für einen Besuch auf der Insel ist die etwas kühlere, trockene Saison von Februar bis Mai, wenn die Höchsttemperaturen bei durchschnittlich 26°C liegen. Dann ist es aber auch die hochpreisige, stark ausgebuchte Zeit.
Was tun auf Martinique
Martinique Facts
| Sprache: | Französisch |
| Größe: | 1128km² |
| Hauptstadt: | Fort-de-France |
| Währung: | Euro |
| Einwohner: | ca.402000 |
| Highlights: | Traumstrände, Regenwald |
| Aktivitäten: | Baden, schnorcheln & tauchen / Wandern |
| Zeit: | UTC -4 Sunden |
Martinique im Web:
Inselhüpfen
Regelmäßig verkehrende Fähren verbinden Martinique mit St. Lucia, Dominica und Guadeloupe.


