Reiseführer Martinique - Fort-de-France - Kleine Antillen

Unsere Highlights für Martinique

Foto: Herrlicher Strand auf der Karibik Insel Martinique
Herrlicher Strand auf Martinique

Martinique zeichnet sich durch eine herrliche Flora aus - hier gilt es nicht nur die schönen Strände zu geniessen, sondern auch das Landesinnere zu erkunden. Unser persönlicher Geheimtipp ist: Georges de la Falaise - über einen steilen Abstieg geht es in eine Schlucht...hier kann man dann eine "Wanderung" durch den Fluß zum Wasserfall machen - eine herrliche Abkühlung und der Guide sorgt auch für die richtigen "Szenen-Fotos".

Martinique heißt in der Sprache der Ureinwohner Madinina = die Blumeninsel. Diese Bezeichnung wird auch heute noch häufig von Einheimischen verwendet und so liegt es nahe, dass diese Insel sehr bunt und grün ist. Es gibt hier viele Gärten und Parks. Im Norden gibt es ein Gebirge mit dem vulkanischen Montagne Pelée (1.397m) - hier kann es auch etwas kühler werden. Auch das Thema Zuckerrohr ist allgegenwärtig und so kann man hier auch Zuckerrohrfabriken besichtigen, aber auch die Städtchen mit ihren historischen Kirchen und Häuser sind sehr sehenswert.

Wetter, Klimadaten & beste Reisezeit fü Martinique:

Auf Martinique herrscht tropisches Klima mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen von 21°C bis 27°C im Januar und Februar und 24°C bis 30°C von August bis September.

Während der Regenzeit zwischen Juni und Oktober fällt natürlich an einigen Tagen Regen, im September an bis zu 26 Tagen. Der April ist der trockenste Monat mit durchschnittlich 13 Tagen regen. Der Regen ist aber kurz und heftig und daher nicht weiter schlimm.

Die durchschnittliche Luftfeuchtigkeit auf Martinique reicht von 80 % im März und April und bis 87 % im Oktober und November. Das bergige Inselinnere im Osten ist kühler und feuchter als die Küste. Durch die hohen Niederschläge ist hier ein Regenwald entstanden, der unbedingt besucht werden sollte.

Von Juli bis Oktober können die Wassertemperaturen sogar 28°C überschreiten, unter 25°C fallen sie noch nicht einmal im Februar. Wir haben auf Martinique sogar gegen Mitternacht im Meer gebadet! Achtung: von Juni bis November herrscht die Hurrikan Saison.

Beste Reisezeit: Auf Martinique ist es das ganze Jahr über warm. Die beste Zeit für einen Besuch auf der Insel ist die etwas kühlere, trockene Saison von Februar bis Mai, wenn die Höchsttemperaturen bei durchschnittlich 26°C liegen. Dann ist es aber auch die hochpreisige, stark ausgebuchte Zeit - hier gilt dann rechtzeitig buchen. Wirklich günstig reisen kann man im Herbst und das bisschen Regen ist wirklich nicht weiter schlimm...

Karte/Map von Martinique

Ein- und Ausreisebestimmungen, Impfungen und sonstiges für Martinique

Martinique gehört zu Frankreich, daher gelten die für Frankreich gültigen Einreisebestimmungen. Ein gültiger Personalausweis oder Reisepass muss in jedem Fall vorliegen.

Für die Einreise nach Martinique sind keine Impfungen vorgeschrieben. Trotzdem sollte man sich wegen möglicher Denguefieber-Infektion mit langärmeliger, weißer Kleidung und beim schlafen mit Moskitonetzen vor Mücken schützen. Grundsätzlich gilt: Standardschutz gegen Tetanus, Polio und Diphtherie. 

Hinweis: Auch bei diesigem Wetter auf ausreichend Sonnenschutz achten.

Anreise und Verkehr nach Martinique

Von Europa aus fliegt lediglich Air France von deutschen Großflughäfen aus täglich über Paris nach Fort-de-France. Es gibt aber auch Direktflüge von den grossen Fluganbieter von Deutschland aus. Kostengünstiger ist laut unserern Recherchen immer der Flug über Paris mit Air France, da es sich hierbei um einen "Inlandsflug" handelt. Wer in der Nähe von Frankreich wohnt sollte auch den Zubringerflug ab Frankreich buchen, da kann man dann unter Umständen nochmal sparen.

Öffentliche Kleinbusse und Sammeltaxis sind preiswert und zuverlässig. Um die Insel zu erkunden, ist ein Mietwagen die beste Möglichkeit. Dieser sollte schon von zu Hause aus gebucht werden ...siehe unsere Empfehlungen auf den Seiten "Reise buchen". 

Lage der Karibik Insel Martinique

Foto: Blick auf die Hauptstadt Fort-De-France der Karibik Insel Martinique
Die Hauptstadt Fort-De-France

Martinique zählt zu den Leeward Islands - Inseln über dem Wind. Die Insel liegt mit ihren rund 35 km Breite x 79 km Länge etwa 37 km nördlich von St.Lucia und 25 km südlich von Dominica.

Martinique ist eine bergige Insel, die stark durch den 1.397 Meter hohen und aktiven Vulkan Montagne Pelée geprägt wird.

Die Geschichte von Martinique:

Foto: Verfallene Kakaofabrik der Kolonialzeit im Dschungel auf Martinique
Verfallene Kakaofabrik der Kolonialzeit

Die erste Besiedlungen sind bis 4.000 v. Chr. nachweisbar. Um 100 v. Chr. besiedelten die Arawak Indianer Venezuelas die Insel Martinique. Die Kariben folgten Im 10. Jahrhundert. Der erste Europäer, der Martinique entdeckte war Christoph Kolumbus. Er entdeckte Martinique am 15. Juni 1502 auf seiner vierten Reise und ging erstmals in der Nähe des heutigen Carbet an Land. 1635 wurde die Insel durch die französische Compagnie des Isles d'Amerique kolonialisiert und blieb, bis auf drei kurze Perioden fremder Besatzung, in französischem Besitz. Im Jahre 1648 ging die "Companie des Isles d'Amerique" in Konkurs. Daraufhin wurde die Insel an Jaques Dyel du Parquet abgetreten. Dieser gründete Fort-de-France und ließ zum ersten Mal Zuckerrohr anpflanzen, was zu einem ersten wirtschaftlichen Aufschwung führte. Bereits um 1660 war fast die gesamte eingeborene Bevölkerung ausgerottet.1664 wurde Martinique Besitz der französischen Krone, nachden die französische Ostindienkompanie durch Jean-Baptiste Colbert gegründet wurde. Immer wieder gab es Gefechte zwischen England, Frankreich und den Niederlanden, aber Martinique blieb weitestgehend in französischer Hand. 1685 wurde mit dem sogenannten Code Noir die Sklaverei in den französischen Kolonien bestätigt. Die Sklaven mussten hauptsächlich in den Zuckerrohrplantagen und den Destillerien arbeiten. Die Arbeit der Sklaven konnte durch den Dominikaner Père Labat um 1694 durch die Erfindung von Windmühlen und die verbesserte Rumdestillation erleichtert werden. Trotzdem waren viele Sklaven notwendig um die Produktion sicherzustellen, so gab es 1783 auf Martinique rund 60.000 Sklaven. Es folgte von 1787 bis 1802 ein Bürgerkrieg aufgrund von Konflikten zwischen Plantagenbesitzern und Händlern. Hinzu kam dann noch ein Sklavenaufstand. Erst 1794 stimmte die französische Konvention für die Abschaffung der Sklaverei. Jedoch hielt dieser Beschluss nicht lange, denn Napoleon führte 1802 die Sklaverei wieder ein. Am 22. Mai 1848 wurde die Sklaverei dann aber endgültig abgeschafft. Aus Mangel an Arbeitskräften auf den Plantagen, wurden ab dieser Zeit Inder und Chinesen beschäftigt. Am 8. Mai 1902 brach der Vulkan Mt. Pelée aus. Ein pyroklastischer Strom hatte mehr als 30.000 Tote zur Folge. In Saint-Pierre überlebte lediglich ein Mensch. Die Stadt war damals von größter, wirtschaftlicher Bedeutung.1964 wurde Martinique zu einem der französischen Übersee-Départements erklärt, die politisch Teil des Mutterlandes sind. Martinique erhielt vier Abgeordnete und zwei Senatoren. Im Jahr darauf (1974) wurde Martinique eine Région, ein Parallelstatus zum DOM (Départements d'Outre-Mer). 1983 wurde durch die Dezentralisation der Regionalrat eingeführt.1999 wird die Banane aus Martinique zum Anlass eines Handelskriegs zwischen Europa und den USA.2003 wurde der Doppelstatus als Region und Department (DOM) bestätigt.Martinique ist ein integrierter Teil des französischen Staates und somit auch Teil der Europäischen Union. Mit Guadeloupe bildet Martinique die Französischen Antillen.

Übrigens: Am 23. Juni 1763 wurde Joséphine, die spätere Gattin Napoleons, in Trois-Îlets bei Fort-de-France auf Martinique geboren. Die Zuckerrohrplantage, die ihre Eltern betrieben, ist heute noch als Museum zu besichtigen. In Fort-de-France steht eine kleine Statue von Joséphine, allerdings seit 1991 kopflos, da sie nach der erneuten Einführung der Sklaverei auf Martinique unbeliebt wurde.