Ägypten - das Land der Pharaonen

Ägypten (knapp drei mal so groß wie Deutschland) liegt im nordöstlichen Afrika. Die zu Ägypten gehörende Sinai-Halbinsel wird zu Asien gezählt. Ägypten grenzt an den Gazastreifen und Israel, im Norden an das Mittelmeer, im Osten an das Rote Meer, im Westen an Libyen und im Süden an den Sudan.

Die Geschichte von Ägypten:

Foto der Pyramiden von Gizeh - Ägypten
Die Pyramiden von Gizeh

Ägypten kann auf rund 5.000 Jahre Geschichte zurückblicken.

In der prähistorischen Zeit werden die Ufer des Nils immer weiter besiedelt.
Aus Jägern und Sammlern werden schließlich sesshafte Viehzüchter und Ackerbauern. 

In der Frühzeit Ägyptens entwickelt sich der ägyptische Staat rund um die religiöse und politische Figur des Pharaos.
Die Spätzeit war geprägt von der Vorherrschaft der Assyrer und Perser, aber auch von kurzen Phasen der Unabhängigkeit. 

  • Frühzeit 1.-2. Dynastie, etwa 3100 – 2670 v. Chr.
  • Altes Reich 3.-6. Dynastie, etwa 2670 – 2150 v. Chr.
  • Erste Zwischenzeit 7.-11. Dynastie, etwa 2150 – 2040 v. Chr.
  • Mittleres Reich 11.-13. Dynastie), etwa 2040 – 1650 v. Chr.
  • Zweite Zwischenzeit 14.-17. Dynastie, etwa 1650 – 1550 v. Chr.
  • Neues Reich 18.-20. Dynastie, etwa 1550 – 1070 v. Chr.
  • Dritte Zwischenzeit 21.-25. Dynastie, 1070 – 664 v. Chr.
  • Spätzeit 26.-31. Dynastie, 664 – 330 v. Chr.

In der Frühzeit und im frühen Alten Reich (2707–2216 v. Chr.) besaß der Pharao göttlichen Status.
In der 5. Dynastie (2504–2347 v. Chr.) trat ein Wandel ein. Der Pharao galt nur noch als Sohn der Götter. Als Gott wurde er erst wieder nach seinem Tod betitelt. Erst viel später versuchten einzelne Pharaonen wie z.B. Ramses II. sich wieder bereits zu Lebzeiten als Gott verehren zu lassen.

Cheops war der zweite Pharao der altägyptischen 4. Dynastie im Alten Reich. Über seine Person und Regierungszeit (etwa 2620 bis 2580 v. Chr.) existieren nur sehr wenige Zeugnisse. Bekannt ist er vor allem durch sein Grabmal, die höchste Pyramide der Weld, die Cheops-Pyramide in Gizeh. Sie wird zu den sieben antiken Weltwundern gezählt.

Chephren war der vierte Pharao der altägyptischen 4. Dynastie im Alten Reich (etwa 2570 bis 2530 v. Chr.) bekannt ist er vor allem durch den Bau der zweiten Pyramide von Gizeh und durch zahlreiche Statuen, die in ihrer Umgebung gefunden wurden.

Die Sphinx wird für ein Werk des Chephren gehalten, wofür es allerdings keine eindeutigen Belege gibt. Die Annahme beruht hauptsächlich auf der Tatsache, dass sich die Sphinx und ihr Tempel unmittelbar neben dem Taltempel der Chephren-Pyramide befinden. Anhand der stilistischen Darstellung des Kopfes glaubt Rainer Stadelmann allerdings, dieses Monument Cheops zuordnen zu können.

Neuzeit:

  • Zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde Ägypten von den Türken erobert.
  • 1517 wurde Ägypten als Provinz dem Osmanischen Reich angegliedert.
  • 1801 Abzug der französischen Ägyptenexpedition
  • 1805 kam ein neuer Machthaber namens Mohammed Ali der unter offizieller osmanischer Hoheit ein neues ägyptisches Königtum begründete.
  • 1953 wurde Ägypten zu einer unabhängigen arabischen Republik.
  • 1967 wurde von Israel beim sogenannten Sechstagekrieg die Sinai-Halbinsel besetzt.
  • 1990/91 beteiligte sich Ägypten auf der Seite der USA am Golfkrieg.

Das zeichnet Ägypten aus:

Luftaufnahme des Nils mit angrenzender Wüste in Ägypten
Der Nil und das fruchtbare Ufer

Die Lebensader Ägyptens ist der Nil. Er durchfließt Ägypten mit einer Länge von 1.550 km von Süden nach Norden.
Auf der Sinai-Halbinsel erhebt sich der Jabal Katrina (Katharinenberg) und ist mit 2.637 m der höchste Berg Ägyptens.
Der Golf von Sues und der Golf von Aqaba umfassen die Halbinsel von Süden her. Durch den 161 km langen Sueskanal (auch Suez) besteht eine Verbindung zwischen dem Rotem Meer und dem Mittelmeer. Mit dem Bau des Kanals wurde bereits im 20. Jahrhundert vor Christus begonnen.

Mit ca. 7,8 Mio. Einwohnern ist Kairo die größte Stadt Ägyptens. Gefolgt von Alexandria mit ca. 3,9 und Giseh mit ca. 2,4.

Reiseziel Ägypten

Ägypten ist ein Traumziel für viele Familien und vor allem Taucher die an den unzähligen Riffen auf ihre Kosten kommen. Ägypten ist ganzjährig ein interessantes Reiseziel, was recht kostengünstig zu buchen ist. Es gibt immer wieder günstige lastminute Angebote, die zu einer spontanen Reise in die Sonne locken.

Klimadaten Ägypten:

Ägypten liegt innerhalb des nordafrikanischen Trockengürtels mit sehr wenig Niederschlägen und täglichen deutlichen Temperaturschwankungen.
Die mittleren täglichen Temperaturmaxima liegen im Januar zwischen 20 ° und 24 °C, wobei es nachts sehr stark abkühlen kann.

Im Juli erreichen die Tagestemperaturen zwischen 31 °C und 41 °C, doch ist die große Hitze wegen der geringen Luftfeuchtigkeit von etwa 30 % gut zu ertragen.

Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige:

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise ein Visum. Das Visum wird gegen eine Gebühr von ca: 22 Euro von der ägyptischen Botschaft in Berlin und den Generalkonsulaten in Frankfurt und Hamburg ausgestellt. Es kann auch bei Einreise nach Ägypten kostenpflichtig erworben werden.

Zur Einreise benötigen deutsche Staatsangehörige einen über zwei Monate über die Reise hinaus gültigen Reisepass. Alternativ den Personalausweis, mit ebenfalls Gültigkeit zwei Monate über die Reise hinaus. Es wird eine spezielle Einreisekarte ausgestellt. Hierzu muss ein Passfoto mitgebracht werden.
Ein vorläufiger Personalausweis wird nicht anerkannt.

Hinweis: Drogendelikte werden schon bei Geringfügigkeit mit harten Strafen (Gefängnis bis hin zur Todesstrafe in besonders schweren Fällen) geahndet. Prostitution und Ehebruch ist strafbar. Darüber hinaus bestehen weit gefasste Tatbestände zum Schutz der Moral und Religion, daher wird auch Homosexualität geahndet, zumal wenn sie offen gezeigt wird.

Alle Reisenden sollten sich rechtzeitig vor der Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle beraten lassen. Bei direkter Einreise aus Deutschland ist keine Gelbfieberimpfung notwendig. Folgende Impfungen werden empfohlen: Hepatitis A, Polio, Masern/Mumps/Röteln und Meningokokkenmeningitis, bei Langzeitaufenthalt über vier Wochen oder besonderer Exposition auch Hepatitis B, ggfs. Tollwut und Typhus.

Durchfallerkrankungen kommen in Ägypten häufig vor. Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich allerdings die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Leitungswasser sollte nicht getrunken werden!! Obst und Gemüse vor dem Verzehr schälen oder desinfizieren.

Hepatitis C ist extrem verbreitet. Übertragungsrisiko besteht insbesondere bei direktem Blutkontakt. In diesem Zusammenhang müssen auch Eingriffe bzw. Behandlungen wie z.B. Körperpiercing, Nadelstichtätowierungen, Rasuren oder Maniküre sollten am besten vermieden werden.

Ägypten gilt als Malaria frei.

Die Angaben sind ohne Gewähr!

Reisewarnungen und Reisetipps:

In den nordafrikanischen und den südlich an die Sahara grenzenden Ländern wächst die Gefahr des islamistischen Terrorismus und krimineller Übergriffe auf Touristen. Sowohl kriminelle Banden als auch Al-Qaida suchen derzeit gezielt nach Ausländern zum Zwecke der Entführung. Daher wird von Reisen in entlegene, nicht hinreichend durch wirksame Polizei- oder Militärpräsenz gesicherte Gebiete der Sahara und ihrer Randbereiche eindringlich abgeraten.

Deutlich erhöhte Anschlags- und Entführungsrisiken bestehen u.a. für touristische Ziele, an denen regelmäßig westliche Staatsangehörige verkehren.
Eine besonders hohe Gefährdung besteht für den Südwesten Ägyptens in der Grenzregion zu Libyen und Sudan einschließlich des Gilf Kebir Nationalparks und Gebel Quenat. Hinweise belegen eine sich weiter verschlechternde Sicherheitslage. Eine effektive Sicherung der Region ist derzeit nicht zu gewährleisten. Dieser Sicherheitshinweis gilt nicht für besser gesicherte Reiseziele wie Abu Simbel, Assuan oder die zwischen Luxor und Siwah gelegenen Oasen.

Für den Norden der Sinai-Halbinsel und in entlegenen Wüstenregionen ist ein erhöhtes Entführungsrisiko erkennbar.

Touren außerhalb offizieller Wegstrecken (sog. Off-Road-Tourismus) sowie individuelle Einzelreisen in entlegene Regionen sind genehmigungspflichtig.

Im Straßenverkehr besteht wegen des oft riskanten Fahrverhaltens der Verkehrsteilnehmer erhöhte Unfallgefahr.
Von nächtlichen Überlandfahrten wird abgeraten. Die Sicherheitsstandards auf den Fährschiffen, wie sie etwa zur Passage über das Rote Meer eingesetzt werden, entsprechen selten internationalen Standards.

Die Sicherheitskontrollen an den ägyptischen Flughäfen sind teilweise unzureichend.

Bei Aufenthalten außerhalb von Hotel- und Ferienanlagen, ist eine nicht körperbetonte, Arme und Beine bedeckende Kleidung angemessen.