Der Sahara Treck zieht los

Dienstag, 16. November

Selten war es spannender nachts auf die Toilette bzw. hinter die Düne zu müssen. Das Mondlicht schien sanft auf die umliegenden Dünen und ich hatte so keinen Plan, wo ich eigentlich bin. Aber es ist aufregend.

Nach einer sehr kühlen, sternenklaren Nacht wache ich bei herrlichem Sonnenaufgang auf. Der Schlafsack ist voller Tau. So, wo ist jetzt die Toilette? Die 3 Düne links entscheide ich und es wird spätestens jetzt klar - das wird eine außergewöhnliche Reise - kein Urlaub. Aber genau so hatten wir das ja auch gewollt.

Foto: Sonnenaufgang über der Sahara - Tunesien.
Sonnenaufgang über der Wüste
Foto: Morgentau auf unserem Biwasack in der Sahara.
Morgentau auf unserem Biwasack

Frühstück in der Wüste

Foto: Teig wird auf die Glut gelegt...
Der Teig wird auf die Glut gelegt...
Foto: Unter der Glut wird unser Brot gebacken.
...und damit bedeckt.

Das Lagerfeuer brennt schon wieder, Kaffee und Tee sind schon gekocht. Achmed macht frisches Brot. Der Teig, den er geknetet hat, kommt ausgebreitet direkt auf die Glut und wird von dieser auch bedeckt. Der Sahara-Backofen also. Nur kurze Zeit später nimmt er das fertig gebackene Brot heraus und schlägt den Sand mit einem Tuch kräftig ab. Steffi hat aus Ihrer Tourbox schon Feigenmarmelade, Käse und andere Leckereien geholt und es gibt zu meiner Überraschung ein richtig gutes Frühstück.

Aufsatteln und die Karawane zieht los

Fotos in der Sahara: Lager abbauen - Dromedare satteln und Pisten in der Wüste Tunesiens
Das Lager abschlagen und auf
die Dromedare packen.
Die Straße nach wer weiß das schon?
Letzte Schilder bevor wir die Straße verlassen

Kaum fertig, satteln wir die Wüstenschiffe - in diesem Fall Dromedare - schlagen das Lager ab und los geht es durch die Sahara Richtung Süden. Erst einmal zu Fuß, denn die sich anmotzenden Dromedare sind mir noch etwas suspekt und sehr groß sind sie obendrein auch noch. Unterwegs finden wir historische Straußen Schalen und außerdem sind wir immer auf der Suche nach alten Pfeilspitzen.

Wasser tanken

Fotos: Dromedare an der Tränke und Reiten auf einem Dromedar in der Sahara
Die Dromedare tränken
und ab durch die Wüste

Auf der Hälfte der Strecke werden unsere 9 Wüstenschiffe noch einmal "betankt" und unsere Wasservorräte vor der "großen" Wüste aufgeladen.

Nach gut 3 Stunden erreichen wir unsere 1. Etappe im Gebiet Bir El Hasz (benannt nach einem Brunnen in der Nähe). Mohammed und Achmed suchen nach einem geeigneten Nachtlager. Dann heißt es Feuerholz sammeln, Tomaten, Gurken, Weißkraut und Zwiebeln für einen frischen, leckeren Salat schneiden - auch wieder mit frischem Brot. Das Geschirr spülen wir übrigens mit Sand. Kräftig ausreiben, auswischen - fertig. Obst zum Nachtisch und etwas Schokolade. Warum die hier nicht schmilzt bleibt ein Geheimnis der Wüste.

Nachtlager Bir El Hasz

Fotos: Lager in der Sahara - Tunesien.
Holz sammeln
Mohammeds Sohn
Lager richten
Sonnenuntergang in der Sahara

Am heutigen Feiertag - es wird das Hammelfest gefeiert - kommen zum Abendessen Freunde und Bekannte unserer Beduinen. Mit den Mopeds durch den Sand der Wüste - wir sind beeindruckt!!! Zum Hammelfest gehört natürlich auch ein gegrillter Hammel und wie selbstverständlich bieten uns die Beduinen ein besonders leckeres Stück an: gegrillte Innereien! Ich versuche es - nun ja....
Insgesamt wird es aber ein lebendiger Abend mit Trommel und Gesang und wieder ist es ein sehr kalter...

Weiter im Sahara Reisebericht

Tag drei in der Wüste Sahara - Tunesien - El Similete.