Reiseführer Grenada (St. Georges) Insel über dem Wind

Unsere Highlights für Grenada

Foto: Regenwald & Gewürzplantagen im Hinterland der Karibik Insel Grenada.
Regenwald & Gewürzplantagen auf Grenada

Auf Grenada hat uns das Landesinnere echt beeindruckt. Grenada ist zum Großteil von Regenwald bedeckt. Hier kann man richtig schön wandern, im Regenwald unter Wasserfällen baden oder sogar Affen beobachten!

Das bergreiche Grenada wird auch die Gewürzinsel - Spice Island - der Karibik genannt und ist weltweit einer der wichtigsten Muskatnuss Produzent. Die Muskatnuss findet sich sogar auf der Flagge Grenadas wieder. Die Muskatnuss kann man sowohl in einer Muskatnussfabrik oder einfach bei Pfeife rauchenden Marktfrauen in der Haupstadt kaufen.

 

Leider litten die Muskatnussplantagen und andere landwirtschaftliche Flächen stark unter dem Hurrikan Ivan in 2004 und unter Emily in 2005. Auch die Hauptstadt St. George's wurde dabei leider zu großen Teilen beschädigt oder zerstört, wobei der Wiederaufbau große Fortschritte machte und die touristische Infrastruktur wieder gut funktioniert.

 

 

Foto: Ruhiger Strand im Norden auf der Karibik Insel Grenada.
Strand im Norden von Grenada

Zur eigentlichen Karibik Insel Grenada gehören noch weitere Inseln. Zusammen bilden sie ein unvergessliches Urlaubserlebnis. Grenada ist eine Traumdestination weit weg vom Massentourismus. Mit vielen einsamen Stränden und reizvollen Ortschaften wie z.B. die Hauptstadt St. Georges bietet Grenada ursprüngliches Karibik Feeling - auch aufgrund der wunderschönen, weiße Sandstrände an denen man wunderbar entspannen kann.

Wetter, Klimadaten & beste Reisezeit für Grenada

Auf Grenada geht es tropisch zu. Trotzdem steigen die Temperaturen durch kühlende nordöstliche Winde nie zu hoch. Die Temperaturen sind ganzjährig angenehm mild, mit täglichen Höchstwerten von ca. 29 ° C. Die Regenzeit ist von Juni bis November. In dieser Zeit fällt durchschnittlich an 22 Tagen im Monat Regen, der aber nie sehr lange anhält. Die Hurrikan-Saison liegt zwischen Juni und November. Die beste Reisezeit ist daher Dezember bis Mai.

Ein- und Ausreisebestimmungen, Impfungen und sonstiges für Grenada

Einreise: EU Bürger benötigen für die Einreise kein Visum. Notwendig ist ein sechs Monate über die Reise hinaus gültiger Reisepass.

Impfungen: Über die empfohlenen Impfungen hinaus, werden für Grenada keine zusätzlichen Impfungen vorgeschrieben. Eine Überprüfung und Auffrischung der Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie und Polio wird empfohlen.

Hygiene: Das Trinken von Leitungswasser ist riskant. Unbedingt auf Eiswürfel in Getränken verzichten. Nichts essen, was nicht gekocht ist oder geschält werden kann.

Sprache: Neben der englischen Amtssprache, wird eine kreolische Umgangssprache gesprochen.

Geld: 1 Ostkaribischer Dollar (XCD) = 100 Cents. Der US-Dollar wird überall angenommen. Kreditkarten werden generell akzeptiert.

Strom: 220/240 V, 50 Hz; Adapter erforderlich.

Die gesetzlichen Feiertage auf Grenada richten sich nach den üblichen christlichen Festen. Zusätzliche Feiertage sind der 7. Februar (Unabhängigkeitstag) und der 7. August (Tag der Sklavenbefreiung). Karneval ist Mitte August. 

Verkehr und Anreise nach Grenada

Flüge nach Grenada werden von vielen europäischen Fluggesellschaften angeboten, darunter Condor direkt ab Frankfurt, Austrian Airlines, British Airways und Swiss. Die meisten Flüge gehen über London.

Der internationale Flughafen von Grenada (Point Salines) liegt etwa 12 km südlich der Hauptstadt St. Georges. Es verkehren Busse und Taxis.

Die Straßen auf Grenada sind schmal und kurvenreich. Manche Zufahrtsstraßen zu beliebten Strandbuchten können in schlechtem Zustand sein. Verkehrsschilder sind fast gar nicht vorhanden und es herrscht Linksverkehr.
Tipp: An vielen Kreuzungen weisen einem die Einheimischen den Weg, da sie eh wissen wohin der Tourist in der Regel will.
Zwischen den einzelnen Ortschaften verkehren sehr günstige Busse.
Wird man als Fussgänger angehupt, ist es meist ein Taxi, oder ein öffentlicher Bus der einem seinen Dienst anbietet.

Zahlreiche Kreuzfahrtschiffe legen im Hafen von St. George's an. Zwischen der Hauptinsel und den kleinen Inseln gibt es regelmäßige Schiffsverbindungen. Von St. George’s nach Carriacou dauert die Fahrt mit der Fähre ca. drei Stunden. 

Lage der Karibik Insel Grenada

Die Karibik Insel Grenada liegt etwa 150 km vor der südamerikanischen Küste. Sie ist die südlichste der Inseln über dem Wind. Die Insel ist ca. 345 km2 groß. Zu Grenada gehören weitere kleinere Inseln wie z.B. Carriacou, Petite Martinique, Ronde Island usw.

Geschichte von Grenada

Foto: Blick auf George Town - Grenada von der Carenage (Hafen).
Blick auf George Town von der Carenage

Im September 1498 entdeckte Christopher Columbus Grenada. Obwohl er sie nie betreten hat gab er ihr den Namen: Concepcion. Spanische Seefahrer benannten die Insel dann später nach ihrer heimischen Stadt Grenada. 1650 konnten französische Siedler Grenada gegen ein paar Perlen und andere Gegenstände (Werkzeuge, Whisky) eintauschen. Diese friedliche Lösung scheiterte jedoch daran, dass die Franzosen ihre eigenen Gesetze auf dieser Insel haben wollten und so rebellierten die Kariben gegen ihre neuen Besitzer. Die Franzosen waren jedoch in der Übermacht und so stürzten sich 1651 laut einer Sage die letzten Indianer am Morne de Sauteurs (Carib's Leap) von den Klippen in den Freitod.
Bis 1783 kämpften dann schließlich die Briten gegen die Franzosen um die Herrschaft der Insel. 1783 siegten die Briten dann.

Erwähnenswert in der Geschichte der Insel ist der Sklavenaufstand während der französischen Revolution die vom Plantagenbesitzer Julien Fedon angezettelt wurde. Innerhalb von 15 Monaten plünderten sie auf der ganzen Insel und töteten viele britische Siedler. 1796 erlangten die Briten die Kontrolle wieder zurück. Erst nach 1830 begann sich die Wirtschaft Grenadas wieder zu erholen, nachdem man begonnen hatte die Muskatnuss anzubauen.

Seine Unabhängigkeit erreichte Grenada 1974 mit seinem Arbeiterführer Eric Gairy an der Spitze. Das hatte zur Folge, dass im März 1979, das diktatorische Regime mit einem unblutigen Staatsstreich beendet wurde. Das danach folgende sozialistische Reformprogramm unter Maurice Bishop stiess in den USA auf wenig Gegenliebe, zumal er um kubanische Hilfe rief. Bishop wurde wenig später vom Militär entmachtet. Er wurde hingerichtet und vier Tage später, am 25.10.1983 marschierten US Truppen in Grenada ein. Bis 1985 waren amerikanische Soldaten hier stationiert. Heute ist Grenada demokratisch und infolgedessen blüht mittlerweile auch der Tourismus, der heute auch die Haupteinahmequelle des Landes ist.