Botanischer Garten von Funchal & Insel Porto Santo

1. Januar

Wir verschlafen den ganzen Tag und kommen erst gegen Abend aus dem Bett und gehen nach Funchal zum Abendessen in ein Lokal direkt an der Marina. Wären wir aber schon früher wach gewesen und nicht „kälteempfindlich“ hätten wir das erste Event des Jahres auf Madeira mitgemacht:  um 12:00 Uhr am 1. Januar trifft man sich in der Badeanlage Ponta Gorda, auch als “Poças do Governador” bekannt zum ersten Bad des Jahres im Meer!!
Diese Tradition, die in einigen Städten Portugals und der Welt fest verankert ist, wird auf Madeira erst seit kurzem durchgeführt - einzige Bedingung für die Teilnahme an diesem Event ist das Tragen eines Huts!

Museen in Funchal

Ebenfalls nicht besuchen konnten wir einige Museen in Funchal, wie z.B.:

  • Das Nucleo Museologico da Cidade do Acucar, das sich im ehemaligen Haus eines Zuckerbarons befindet. Hier erfährt man alles Wissenswertes zur Zuckerherstellung und wie man damals gelebt hat.
  • Nucleo Museologico do I.V.B.A.M., das Stickerei Museum und das
  • Photographia Museu Vicentes, das erste Fotoatelier in Portugal mit historischer Original Einrichtung und historischen Bilder von Prominenten und der Insel konnten wir nicht besuchen, da es sich derzeit in Renovierung befindet.

Jardim Botanico

Aber eigentlich wäre an diesem Tag der Jardim Botanico auf unserem Programm gestanden. Der botanische Garten von Madeira ist wahrscheinlich der Lieblingsort für Blumenliebhaber und steht ganz im Zeichen der Insel Madeira, die ja auch die „Blumeninsel“ genannt wird.
Der botanische Garten, der 1960 auf dem Gelände der Quinta do Bom Sucesso (früher im Besitz der Familie Reid) eröffnet wurde liegt ca. drei Kilometer oberhalb von Funchal am Berg. Neben einem Linienbus oder Taxi kann man auch mit dem Teleferico den Garten erreichen.
Man findet hier ca. 2.000 Pflanzen, wie z.B. Orchideen, Magnolien, Kakteen, Strelitzien, Palmen und viele andere. Der Botanische Garten in fünf Hauptbereiche aufgeteilt:
-    Auf der Insel auftretende Pflanzen, wie z.B. die typische auf Madeira vorkommende Papageienblume
-    Der Baumgarten mit verschiedenen Baumarten aus der ganzen Welt.
-    Der Bereich der Sukkulenten, die die Eigenschaft besitzen, große Mengen an Wasser speichern zu können.
-    Der Bereich der Anbaupflanzen, tropische, aromatische & medizinische Pflanzen mit zahlreichen tropischen Früchten wie Papaya, Kaffeebäume, Zuckerrohr und verschiedene Arzneipflanzen.
-    Der Loiro Park mit vielen Pflanzenarten aber auch einem Vogelpark mit einigen der exotischsten und seltensten Vögel aus der ganzen Welt.
Auch der Blick auf Funchal und die Küste muss von hier toll sein. Einen Stopp kann man dann noch im Terassencafé einlegen.
In der Nähe des Botanischen Gartens befindet sich auch noch der private Jardim Quinta da Boa Vista mit alten Bäumen und Orchideenpark. Wer also noch nicht genug Pflanzen bestaunt hat kann hier noch vorbei gehen.  
Der botanische Garten ist ganzjährig von 9:00-18:000 Uhr geöffnet. Der Eintritts-Preis für Erwachsene beträgt € 4,50.

Die Insel Porto Santo

Was wir beim nächsten Besuch auf Madeira unbedingt machen wollen ist der Besuch der vorgelagerte Insel Porto Santo. Sie ist besonders beliebt im Sommer, da sie über Sandstrände verfügt. Um nach Porto Santo zu gelangen nimmt man am besten die Fähre, die von Funchal normalerweise täglich morgens abfährt (im Hafen, nahe der kleinen Felsinsel mit der Festung São José) und abends wieder zurück. Die Kosten für Fahrkarten für eine Hin- und Rückfahrt kosten in der Nebensaison ca. 50 EUR und in der Hochsaison ca. 60 EUR.
Vorab buchen kann man bei der Porto Santo Line unter www.portosantoline.pt/SATA,
Wer diese Überfahrt nicht machen will kann auch mit dem Flieger in ca. 15 Minuten nach Porto Santo gelangen (bis zu 12 Flüge pro Tag je nach Saison).
In Porto Santo gibt es eine kleine Stadt, de Vila Baleira. Hier wohnen die meisten Bewohner der Insel und hier ist es insbesondere an den Sommerwochenenden sehr belebt, wenn die Gäste von Madeira anreisen. Vila Baleira wurde 1419 von Bartolomeus Perestelo gegründet. Es gibt dort einen Hauptplatz, den Largo do Pelourinho, die Infante Gardens, das Christoph Kolumbus Museum, eine Einkaufsstraße, die Rua João Gonçalves Zarco und ein kleiner Hafen und natürlich der berühmte Strand von Porto Santo.
Die Rua João Gonçalves Zarco, die älteste Straße der Insel befindet sich im Zentrum von Vila Baleira. Hier findet man verschiedene Geschäfte, Restaurants und Cafés. Am Ende dieser Straße kann man den Stein aus dem 18. Jahrhundert sehen, der den St. Josephs Brunnen umrundet. Wenn man nun die Palmenavenue durch den Infanten Gadens geht kommt man zum Meer und einem langen Pier aus dem Jahre 1935, der zum Sonnenuntergang sehr beliebt ist. Hier befindet sich auch der neun Kilometer lange, natürliche weiße Sandstrand. Wer keine Lust auf Sonnenbaden hat kann auch vom Zentrum von Vila Baleira aus die Promenade entlang dem Meer gehen.
Im Norden der Insel befindet sich die verlassene Küste von Porto Santo. Die einzige Sehenswürdigkeit findet man in Fonte da Areia, hier gibt es noch eine seltsame Gesteinsformationen. Im Landesinnern befinden sich das Dorf Camacha mit einem Museum über lokale Artefakten gibt. Wer viel Wert auf Ruhe und Abgeschiedenheit legt kann hier auch wandern gehen.
Im östlichen Teil von Porto Santo befinden sich zwei Hügel, der Pico do Castelo und Pico do Facho. Ansonsten kann man hier entlang der Küste und im Inland auf eine faszinierende Landschaften entdecken.
Im Westen der Insel finden die meisten Inselaktivitäten statt mit Strände, Golfplatz, Reiten oder anderen Freizeitaktivitäten statt. Einen wunderbaren Blick auf die Insel hat man von den Hügeln: Pico de Ana Ferreira und Cabeço das Flores. Im Westen der Insel findet man aber auch schöne Oasen mit exotischen Pflanzen und einer bunten Tierwelt.

weiter im Madeira Reisebericht

unterwegs von Funchal bis zum Naturschutzgebiet Garajau im Westen Madeiras