Nassau - Hauptstadt und Insel der Bahamas (New Providence)
Nassau ist die pulsierende Hauptstadt der Bahamas und liegt auf der Insel New Providence. Mit rund 297.000 Einwohnern ist sie das wirtschaftliche und kulturelle Herz des Inselstaates — und für viele Besucher das Tor zu den über 700 Inseln der Bahamas. Ob Kreuzfahrt-Stopp, Strandurlaub oder Städtetrip: Nassau verbindet karibisches Flair mit kolonialem Charme und modernem Luxus.
Die Stadt überrascht mit Kontrasten: Direkt neben den pastellfarbenen Kolonialbauten der Bay Street ragen die glitzernden Türme des Baha Mar Resorts in den Himmel. Am Arawak Cay (von Einheimischen "Fish Fry" genannt) gibt es frischen Conch Salad und gegrillten Lobster direkt am Wasser — das authentische Nassau abseits der Touristenpfade.
Für alle, die mit einem Roller oder Auto unterwegs sind: Nach Paradise Island gibt es eine Brücke. Das Taxiboot fährt direkt am Kreuzfahrtpier ab.
Nassau ist sehr belebt. Zahlreiche Geschäfte wie auch Nobelboutiken laden zum Shopping ein. Viele Amerikaner kommen mit einer Fähre oder einer Mini-Kreuzfahrt aus dem nahen Florida zum zollfreien Einkaufen. Bacardi hat hier seinen Sitz — und auch Eddie Murphy besitzt ein Anwesen auf den Bahamas.
Nassau – Hauptstadt und Lage der Bahamas
Lage:
Die Stadt Nassau ist die Hauptstadt der Bahamas. Nassau befindet sich auf der gleichnamigen Insel und ist mit ca. 297.000 Einwohnern (Zensus 2022) die größte Stadt der Bahamas. Sie gehört zur New Providence.
Die Bahamas liegen im westlichen Atlantik, südöstlich von Florida und nördlich von Kuba. Der Inselstaat besteht aus über 700 Inseln und Cays.
Weitere Karibikreiseziele: Barbados, St. Maarten und Saint Thomas.
Ein- und Ausreisebestimmungen für die Bahamas
Hinweis: Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern. Bitte informiert euch vor der Reise beim Auswärtigen Amt.
Deutsche Staatsangehörige benötigen für Aufenthalte bis 90 Tage kein Visum. Erforderlich sind:
- Reisepass mit mindestens 6 Monaten Gültigkeit über das Abreisedatum hinaus
- Rückflug- oder Weiterflugticket
Ein Personalausweis reicht nicht aus. Alle ehemaligen Corona-Einreisebestimmungen (Health Visa, Tests) sind seit 2023 vollständig aufgehoben.
Anreise nach Nassau
Direktflüge aus Deutschland nach Nassau gibt es nicht. Die gängigsten Anreisewege:
- Über London: British Airways fliegt nonstop von London Heathrow nach Nassau (ca. 10 Stunden)
- Über Miami: Lufthansa, Condor oder Eurowings nach Miami, dann Weiterflug mit American Airlines, JetBlue oder Bahamasair (ca. 45 Minuten)
- Über Atlanta/New York: Delta oder United mit Umstieg in den USA
Vom Flughafen Lynden Pindling International (NAS) sind es ca. 15 Minuten mit dem Taxi ins Zentrum von Nassau.
Paradise Island und das Atlantis Resort
Paradise Island liegt direkt vor Nassau und ist über zwei Brücken verbunden. Die Insel ist berühmt für das Atlantis Resort, eines der größten Hotel- und Freizeitkomplexe der Karibik. Highlights sind der Aquaventure Wasserpark, das Marine Habitat Aquarium und der Casino. Auch wer nicht im Atlantis übernachtet, kann den Wasserpark als Tagesgast besuchen.
Am Cabbage Beach auf Paradise Island findet ihr einen der schönsten Strände der Bahamas — feiner weißer Sand und türkisblaues Wasser.
Die schönsten Strände rund um Nassau
Die Bahamas sind berühmt für ihre Traumstrände. Rund um Nassau und New Providence gibt es einige Highlights:
- Cable Beach: Der beliebteste Strand von Nassau mit Hotels, Restaurants und Wassersportangeboten
- Cabbage Beach: Auf Paradise Island, ruhiger und naturbelassener
- Junkanoo Beach: Direkt in der Innenstadt, perfekt für einen kurzen Strandbesuch zwischen Shopping und Sightseeing
Mit dem Boot erreicht ihr zudem die Exuma Cays mit den berühmten schwimmenden Schweinen und dem Blue Lagoon Island mit Delphin-Begegnungen.
Das zeichnet Nassau aus:
Nassau begeistert mit einem Mix aus kolonialer Geschichte, Natur und modernen Attraktionen:
- Queen's Staircase: Die meistbesuchte Sehenswürdigkeit Nassaus. Die 65-stufige Treppe wurde zwischen 1793 und 1794 von Sklaven aus dem Kalksteinfelsen geschlagen. Sie überwindet 31 Höhenmeter zum Fort Fincastle und bietet einen beeindruckenden Blick über die Stadt. Daneben befindet sich der künstlich angelegte Wasserfall — der einzige auf den Bahamas.
- Pirates of Nassau Museum: Ein interaktives Museum, das die Freibeuterzeit lebendig macht. Hier erfahrt ihr alles über Blackbeard (Edward Teach), Charles Vane und Calico Jack (Jack Rackham), die Nassau im 18. Jahrhundert zur Piraten-Hochburg machten.
- Parlamentsgebäude: Das markante rosafarbene Gebäude am Parliament Square wurde 1801 erbaut und beherbergt noch heute Parlament, Gericht und Regierung — eines der ältesten Parlamentsgebäude der westlichen Hemisphäre.
- Fort Charlotte: Die größte Festung der Bahamas (1789 erbaut) mit unterirdischen Gängen, Kanonen und einem fantastischen Panoramablick über den Hafen.
- Arawak Cay (Fish Fry): Der beliebteste Streetfood-Spot Nassaus. Direkt am Meer servieren Dutzende Buden frischen Conch Salad, gebratenen Snapper und Bahama Mama Cocktails. Hier trifft man Einheimische und Touristen gleichermaßen.
- John Watling's Distillery: In einem restaurierten Kolonialgebäude wird hier handgemachter Rum destilliert. Führungen mit Verkostung sind möglich.
- Baha Mar Resort: Das 2017 eröffnete Mega-Resort an der Cable Beach umfasst drei Luxushotels, ein Casino, einen Golfplatz und das BOND Nightclub. Es hat Nassau als Luxusdestination neu positioniert.
Der Junkanoo ist Nassaus berühmteste Tradition: Am zweiten Weihnachtsfeiertag (Boxing Day) und am Neujahrstag ziehen aufwendig kostümierte Gruppen mit traditioneller Trommelmusik durch die Straßen — ein karibischer Karneval, den man nicht verpassen sollte.
Die Geschichte von Nassau:
Piraterie und Blackbeard: 1656 wurde Nassau unter dem Namen Charlestown durch britische Siedler gegründet. Zur selben Zeit nutzten immer mehr Piraten die Siedlung und die umliegenden Inseln als Verstecke. Die Stadt wurde 1684 durch eine spanisch-französische Flotte zerstört und 1687 erneut aufgebaut. 1689 erhielt sie den Namen Nassau.
Piraten gewannen allerdings schnell wieder an Bedeutung, so dass die spanische Armee 1695 die Kolonie ein zweites Mal zerstörte. Nassau wurde 1697 erneut von Piraten aufgebaut. Um die Raubzüge endgültig zu beenden, zerstörte 1703 eine spanisch-französische Flotte die Kolonie — wieder ohne bleibenden Erfolg. Die Piraten bauten erneut die Kolonie auf und kontrollierten ab 1706 von dort aus die Bahamas.
1716 war die "Blütezeit" der Piraterie. Hier entstand die weithin verbreitete Bezeichnung Blackbeards als Magistrat der Piraten-Republik. Um der Probleme Herr zu werden, wurde der ehemalige Pirat Kapitän Woodes Rogers 1717 zum ersten Krongouverneur der Bahamas ernannt und mit der Aufgabe betreut, die Piraten endgültig zu vertreiben, was ihm 1718 gelang. 1728 wurde die erste parlamentarische Regierung gegründet.
Zwar galt Nassau schon Anfang des 20. Jahrhunderts als Ziel für amerikanische Touristen, der Boom des Tourismus begann jedoch erst in den 1950er Jahren, in denen die High Society das Urlaubsparadies entdeckte. Der Bau unzähliger Hotelanlagen begann und fand bis heute keinen Abbruch.
Modernes Nassau: Aufgrund der freizügigen Steuerpolitik siedelten sich zahlreiche Finanzunternehmen an — Nassau gilt bis heute als Steueroase. 2017 eröffnete das Baha Mar Resort an der Cable Beach — mit einer Investition von 4,2 Milliarden US-Dollar eines der größten Hotelprojekte der Karibik.
Im September 2019 traf Hurrikan Dorian die Bahamas als Kategorie-5-Sturm mit verheerenden Folgen. Die Inseln Abaco und Grand Bahama wurden schwer getroffen, Nassau blieb weitgehend verschont. Der Wiederaufbau dauerte mehrere Jahre.
Nach der COVID-19-Pandemie erlebte Nassau einen Tourismus-Boom: 2024 verzeichneten die Bahamas über 9 Millionen Besucher, davon allein 5 Millionen über den Kreuzfahrthafen von Nassau — ein neuer Rekord.
Wetter und Klimadaten von Nassau:
In Nassau herrscht subtropisches Klima mit ganzjährig warmen Temperaturen. Der warme Golfstrom sorgt dafür, dass die Temperatur selbst im Winter selten unter 20 °C sinkt.
Klimatabelle Nassau
| Monat | Luft °C | Wasser °C | Regentage | Sonnenstd. |
|---|---|---|---|---|
| Januar | 25 | 24 | 6 | 8 |
| Februar | 25 | 24 | 5 | 8 |
| März | 26 | 24 | 5 | 9 |
| April | 27 | 25 | 6 | 9 |
| Mai | 29 | 26 | 10 | 9 |
| Juni | 31 | 28 | 14 | 8 |
| Juli | 32 | 29 | 14 | 9 |
| August | 32 | 29 | 15 | 8 |
| September | 31 | 29 | 14 | 7 |
| Oktober | 29 | 28 | 12 | 7 |
| November | 27 | 26 | 8 | 7 |
| Dezember | 25 | 25 | 6 | 7 |
Beste Reisezeit
Die beste Reisezeit für Nassau ist von Dezember bis April. In diesen Monaten ist es angenehm warm (25–27 °C), es regnet wenig und die Luftfeuchtigkeit ist moderat. Das Meer hat 24–25 °C — perfekt zum Schwimmen und Schnorcheln.
Regenzeit: Von Mai bis November kann es häufiger zu kurzen, tropischen Schauern kommen. Die Hurrikan-Saison dauert offiziell von Juni bis November, wobei die höchste Wahrscheinlichkeit im August und September liegt. Die Wassertemperaturen erreichen dann allerdings herrliche 28–29 °C.
Tipp: Wer günstigere Preise sucht und mit gelegentlichem Regen leben kann, findet im Mai und November eine gute Balance aus Wetter und Preis.





